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1945 - 1960: Neubeginn und Wiederaufbau

Mit dem Ende des 2. Weltkrieges und Zusammenbruch des 3. Reiches hörte auch die Rhenser Wehr offiziell auf zu existieren. Aber auch in dieser Übergangszeit leistete die Wehr bei Feuer und Gefahr jederzeit Hilfe, und das obwohl der Kern der Gefallen war oder sich noch in Gefangenschaft befand und so gut wie keine Ausrüstung zur Verfügung stand. Dabei störte es niemanden, daß für diese selbstlose Arbeit keine offizielle Genehmigung der französischen Besatzungsmacht vorlag.

Die amtliche Neugliederung der Freiwilligen Feuerwehr Rhens fand am 27. Januar 1946 statt. An dieser ersten Hauptversammlung nach dem Krieg nahmen 13 Aktive, 7 Mitglieder der Altersabteilung und 18 weitere Personen teil, die die Aufnahme in die Wehr beantragt hatten. Der vom Amtswehrführer Josef Duhr vorgeschlagene Peter Heubes wurde zum Wehrführer ernannt. Als großes Problem stand auch während dieser Sitzung die fehlende Ausrüstung im Mittelpunkt der Beratung.

Die Beschaffung neuer Geräte und Ausrüstungsgegenstände sowie die Ausbildung der zahlreichen Jungen Wehrmitglieder erforderte in den folgenden Monaten und Jahren sehr viel Engagement und vor allem Einfallsreichtum. Unter der Leitung von Peter Heubes und ab 1947 wieder unter dem aus der Kriegsgefangenschaft entlassenen Heinrich Eich gelang es, trotz der schwierigen Bedingungen in relativ kurzer Zeit die neu gegründete Wehr wieder voll einsatzfähig zu machen.

Auch schwierigste Einsätze, wie der Brand eines mit Stroh beladenen Güterzuges am 29. Mai 1948 oder eines Kraftfahrzeuges der Gummiwerke Frankenthal am 17. April 1949 konnten zur vollsten Zufriedenheit gemeistert werden. Am 10. April 1951 erhielt die Wehr nach geleisteter Arbeit bei einem Brand in der Albertstraße bei Karl Schüller ein besonderes Kompliment. Im Protokollbuch heißt es: "Kreisbrandinspektor Krämer, der ebenfalls an der Brandstätte weilte, gab seiner Verwunderung und Anerkennung über die Leistungen der Wehrmänner Ausdruck und unterstrich, den hohen Ausbildungsstand der Wehr" (vgl. Protokollbuch 1897- 1965 - 10.04.1951).

Die Wehr hatte also allen Grund ihren Neubeginn gebührend zu feiern. Sie tat dies in Form ihres 50jährigen Stiftungsfestes am 10. September 1949. Die schwierige Wiederaufbauarbeit war der verständliche Grund für die zweijährige Verspätung des Festes. Gemeinsam mit dem 55jährigen Stiftungsfest der Wehr wurde am 9., 10. und 11. August 1952 der 2. Kreisfeuerwehrtag nach dem Krieg in Rhens gefeiert. "Bereits auf der Wehrführertagung des ersten Kreisfeuerwehrtages in Kobern wurde Rhens als Tagungsort für 1952 bestimmt.

Die Rhenser Wehr war sich des ehrenvollen Auftrages bewußt und hat in den folgenden Wochen und Monaten in unermüdlicher Arbeit die umfangreichen Vorbereitungen getroffen" (vgl. Protokollbuch 1897- 1965 - August 1952). Unter dem großen Interesse der regionalen und überregionalen Presse nahmen über 500 Wehrmänner an der Veranstaltung teil. Die Wehr die auch bei dieser Gelegenheit als eine der vorbildlichsten im ganzen Kreis bezeichnet wurde, konnte mit dem beeindruckenden Ergebnis ihrer Vorbereitungen zufrieden sein.

Der wirtschaftliche Aufschwung der jungen Bundesrepublik und das wachsende positive Lebensgefühl spiegelt sich auch in den Aufzeichnungen der Rhenser Wehr wieder. Nach den arbeitsreichen Jahren des Wiederaufbaus blieb jetzt Zeit, sich an dem vielseitigen geselligen Leben der Gemeinde zu beteiligen. Sowohl an den Rosenmontagszügen 1953 und 1954 als auch am Weinfest 1956 beteiligte sich die Mannschaft der Wehr mit selbstentworfenen und -gebauten Wagen. Die Begeisterung der Rhenser Bevölkerung über diese Aktivitäten ihrer Feuerwehr animierten den Vorstand der Wehr zu dem Entschluß, "... in Zukunft mehr als bisher an derartigen Festlichkeiten aktiven Anteil zu nehmen und damit mehr an die Öffentlichkeit zu treten" (vgl. Protokollbuch 1897- 1965 - 10.01.1953).

Besonders reges Interesse der Öffentlichkeit fand ein Einsatz der Wehr am 9. Juni 1955. Am Ortsausgang von Rhens, kurz vor Kapellen- Stolzenfels stürzte ein amerikanischer Düsenjäger ab. Die Trümmerteile des explodierenden Flugzeuges setzten zwei Pkw in Brand, die in Richtung Koblenz fuhren. Der Pilot sowie der Führer eines Pkw kamen bei dem Unglück ums Leben. Die Löschung der Trümmerteile und die Bergung der Verletzten und Toten stellten sehr hohe Anforderungen an die Fähigkeiten der Wehrleute.

Ähnlich spektakulär verlief die Bergung eines Volkwagens aus dem Rhein am 6. November 1957. Der gerettete Fahrer, der seinen Pkw über die Uferböschung in den Fluß gefahren hatte, behauptete, seine Frau und zwei Kinder befänden sich noch in dem sinkenden Auto. Bis sich herausstellte, daß sich der betrunkene Mann einen bösen Scherz erlaubt hatte, war der Wagen bereits mit Hilfe der Koblenzer Berufsfeuerwehr geborgen worden. Der stundenlange Einsatz beider Wehren war umsonst gewesen.

Während ihrer Jahreshauptversammlung am 17. Januar 1959 erhielt die Freiwillige Feuerwehr Unterstützung durch eine neugegründete Löschgruppe aus Angehörigen der Siedlung Rhens- Hünenfeld. Die Gründung dieser selbständigen Einheit war nötig geworden, um den Brandschutz auch in diesem vom Ort abgelegenen Siedlung sicherzustellen, in der sich nach dem nach dem zweiten Weltkrieg vertriebene angesiedelt hatten.

Die Gründung war die letzte Amtshandlung des langjährigen Wehrleiters Heinrich Eich, der die Altersgrenze erreicht hatte und deshalb von seinem Amt zurücktrat. Bereits drei Wochen später starb Heinrich Eich und wurde von seinen Kameraden zu Grabe getragen. Die Amtseinführung seines Nachfolgers Eberhard Bollinger erfolgte am 7. März 1959.

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