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1960 - 1997: Modernisierung und Technisierung

Der Werbung neuer Mitglieder galt das "Fest der Hilfsbereitschaft", das am 27. August 1961 gemeinsam von der Freiwilligen Feuerwehr und der DRK- Ortsgruppe Rhens durchgeführt wurde. Die Schauübungen, die bei dem zahlreichen Publikum großes Interesse fanden, demonstrierten, "daß die Mitglieder des Roten Kreuzes und der Feuerwehr und ihre gemeinsame Aufgabe in vorbildlicher Zusammenarbeit tadellos erfüllen" (vgl. Protokollbuch 1897- 1965 - 27.08.1961).

Neben der Werbung und Ausbildung neuer Mitglieder standen in den 60er Jahren vor allem die Bemühungen um eine zeitgemäße Modernisierung der technischen Ausrüstung der Wehr im Mittelpunkt. Die Notwendigkeit eines Tanklöschfahrzeuges wurde bei jedem größeren Brand offensichtlich. Dennoch ließ die Realisierung dieses Wunsches sehr lange auf sich warten. Am 19. Januar 1963 erklärte der damalige Amtsbürgermeister Schmitt, "daß der Anspruch auf ein Tanklöschfahrzeug unbestritten sei und es werde auch alles getan, um die Wehr mit einem Fahrzeug auszustatten." Schmitt erklärte weiter, daß vor einer Anschaffung allerdings erst die Unterbringung zu klären sei.

Für den Neubau eines geeigneten Gerätehauses wurde lange Zeit das Grundstück hinter dem alten Rathaus in Erwägung gezogen, wo sich auch das alte Gerätlager der Wehr befand. Da sich die Planungen, die dieses Gelände betrafen, immer weiter in die Länge zogen, konnte die Wehr am 27. April 1967 trotz ungelöster Unterbringungsfrage ein modernes Tanklöschfahrzeug entgegennehmen. Mit einem Fassungsvermögen von 2400 Litern und Allradantrieb ausgestattet, verbesserte dieses Fahrzeug, das als sechstes im Kreis Koblenz angeschafft wurde, die Einsatzschnelligkeit und -möglichkeiten der Rhenser Wehr bedeutend.

Bei seinem ersten Einsatz am 15. April 1968 erfüllte das Fahrzeug alle Erwartungen. Bei dem Brand eines kleinen Fachwerkhauses am Gecksberg kam der 53jährige Besitzer Lorentz Prager ums Leben. Für ihn kam leider jede Hilfe zu spät. Durch die Möglichkeiten des neuen Tanklöschfahrzeuges konnte allerdings ein übergreifen des Feuers auf die Nachbarhäuser verhindert werden. Die Begeisterung über das neue Fahrzeug und seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten wurde durch die immer noch ungelöste Unterbringungsfrage gedämpft.

Ortsbürgermeister Ollig teilte den Mannschaft der Wehr am 18. Januar 1969 mit, daß für die Garage ein neuer Bauplatz gesucht werden müsse, da die ursprüngliche Planung, ein neues Gerätehaus mit dem Bau eines neuen Amtsgebäudes hinter dem Rathaus zu verbinden, nicht realisiert werden könne. Als Notbehelf wurde zuerst eine Scheune neben der Pfarrkirche und schließlich die umgebaute Scheune des Landwirts Linsel am Bahnhof genutzt. Nach vielen Verhandlungen und überwundenen Schwierigkeiten konnte die Freiwillige Feuerwehr am 4. und 5. Juni anläßlich ihres des 80jährigen Stiftungsfestes, endlich die Einweihung eines neuen Feuerwehrgerätehauses feiern.

Unter der Leitung von Hans König, der 1973 zum Nachfolger des zurückgetretenen Eberhard Bollinger gewählt wurde, war dieses Fest, das unter dem Protektorat des damaligen Innenministers Kurt Böckmann stand, mit viel Engagement vorbereitet worden. Ganz Rhens feierte mit der Freiwilligen Feuerwehr. Die Freude über den erfolgreichen Abschluß der langjährigen Bemühungen um ein angemessenes Feuerwehrgerätehaus war bei den Rhenser Bürgern ebenso groß wie bei der Verwaltung und der Mannschaft der Wehr.

Drei Jahre nach dieser feierlichen Einweihung hatte sich die Wehr mit einem außergewöhnlichen Vorfall auseinanderzusetzen. "In der Nacht vom 25./26. August 1980 wurde ins Feuerwehr- Gerätehaus eingebrochen. Die Diebe nahmen ein Fahrzeug MTW sowie Geräte und persönliche Ausrüstung mit" (vgl. Protokollbuch 1978- heute - 25./26.08.1980). Einige Tage später konnte zumindest das Fahrzeug, das in Meckenheim bei Bonn aufgefunden wurde, wieder in Empfang genommen werden.

Neben zahlreichen Hochwassereinsätzen der folgenden Jahre, forderte besonders der Großbrand in dem Holzbauwerk Josef Dillmann am 16. April 1984 das Können der Wehr. Unter schwersten Bedingungen gelang es, mit Unterstützung der Nachbarwehren aus Brey, Spay, und Waldesch, der Berufsfeuerwehr Koblenz und der Feuerwehr Andernach den Brand am übergreifen zu hindern und die umliegenden Häuser zu schützen.

"Vom Löscheimer zum Tanklöschfahrzeug" hieß das Motto des 90jährigen Stiftungsfestes der Freiwilligen Feuerwehr Rhens am 13. und 14. Juni 1987. Bei diesem Jubiläum wurden erstmals zwei Mitglieder der Rhenser Feuerwehr, Wehrführer a. D. Eberhard Bollinger und der amtierende Wehrführer Hans König, mit dem silbernen Ehrenabzeichen am Bande für besondere Verdienste ausgezeichnet.

Die Besonderen Verdienste der Wehr, die mit dieser Auszeichnung auch gewürdigt wurden, zeigten sich über die Hilfe in Notsituationen hinaus auch in der regen Unterstützung des öffentlichen Lebens in ihrer Heimatstadt. Ob bei den vielfältigen Veranstaltungen in der fünften Jahreszeit, bei Rhein in Flammen, der Kirmes, dem Martinszug, dem Weinfest oder der Tour de France 1992, die Feuerwehr war und ist immer präsent und hilft, wo Hilfe gebraucht wird, auch wenn kein Feuer, kein Hochwasser und keine Ölspur zu entdecken ist.

Bestes Beispiel für dieses über die alltäglichen Pflichten hinausgehende Engagement ist der seit 1989 gemeinsam mit dem DRK- Rhens bewirtschaftete Imbißstand während des Weinfestes. Die zahlreichen Hochwassereinsätze der 80er Jahre, die die Wehr immer wieder in Atem gehalten hatten, wurden von dem sogenannten "Jahrhunderthochwasser" im Dezember 1993 weit in den Schatten gestellt. Bei einem Höchststand von 9,52 m stellte die Wehr die Versorgung der vom Hochwasser eingeschlossenen Bürgerinnen und Bürger mit einem Schlauchboot sicher. Der Bereitschaftsdienst der Wehr stand auch in der Nacht vom 24. auf dem 25. Dezember zur Verfügung.

Bei diesen Einsätzen rund um die Uhr, den folgenden Aufräum- und Reinigungsarbeiten und dem erneuten Anstieg des Wasserpegels am 8. Januar 1994 zeigte die Wehr ein organisatorisches Geschick, das die von dem Hochwasser geschädigten Bürgerinnen und Bürger auch in den folgenden Jahren zu schätzen lernten. Eine hohe Effizienz bei den Hochwassereinsätzen wird auch durch das Leichmetallboot gewährleistet, das der Rhenser Wehr seit Januar 1996 zur Verfügung steht.

Bei der Jahreshauptversammlung am 16. Januar 1994 trat der seit 22 Jahren amtierende Wehrführer Hans König zurück und leitete damit einen Generationswechsel an der Spitze der Wehr ein. Mit Thomas Theis als Wehrführer und Ingo König als dessen Stellvertreter wird die Rhenser Wehr von einem jungen Vorstand in das zweite Jahrhundert ihres Bestehens geführt.

Die erste Bewährungsprobe hatte die Wehr unter neuer Leitung am 2. Juli 1994 zu bewältigen. Der Großbrand auf dem Anwesen Kron in Schauren konnte mit Unterstützung der Wehren aus Spay und Waldesch optimal bewältigt werden. Ein besonderes Augenmerk liegt seit 1994 auf den Planungen und den Ausführungen der Modernisierung und Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses, das anläßlich der 100-Jahr-Feier der Rhenser Feuerwehr seinen Bestimmungen übergeben werden kann.

Dieser Umbau schafft die Voraussetzungen dafür, daß auch im zweiten Jahrhundert der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Rhens die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt ruhig schlafen können in der Gewißheit, daß die Mannschaft der Wehr bei Gefahr sofort zur Stelle ist, getreu dem Wahlspruch:

Gott zur Ehr', dem nächsten zur Wehr!

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