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1914 - 1933: Bewährte Helfer

Der erste Weltkrieg warf seinen Schatten auch auf die bis dahin so positive Entwicklung der Wehr. Das Protokollbuch schweigt über die Einsätze während der Kriegsjahre, die lediglich durch die im Landeshauptarchiv Koblenz vorhandenen Brandstatistiken rekonstruiert werden können. Obwohl viele Wehrmänner in den Krieg eingezogen wurden und deutliche Lücken hinterließen, verliefen auch die Einsätze dieser Jahre zur Zufriedenheit.

Am 10. Januar 1915 brannte es zum Beispiel in den historischen Gebäuden des Hotels Königsstuhl. Der Brand konnte schnell gelöscht und begrenzt werden. Dies galt ebenfalls für zahlreiche weitere Brände, die nicht im Protokollbuch der Wehr verzeichnet sind. Die erste Generalversammlung nach dem Krieg hielt die Feuerwehr erst am 2. Januar 1921 ab. Oberführer Heinrich Dillmann konnte dem Feuerwehrverband die erfreuliche Mitteilung machen, daß kein Rhenser Feuerwehrmann ein Opfer des Krieges geworden war.

In einer Sitzung am 16. Januar 1921 erhielt Heinrich Dillmann erneut die Bestätigung als Oberführer, legte sein Amt aber bereits am 12. März 1923 endgültig nieder. Er erklärte, "durch sein vorgerücktes Alter könnte er der Wehr nicht mehr nachkommen" (vgl. Protokollbuch 1897- 1965 - 12.03.1923). Der bisherige Stellvertreter Heinrich Daumen wurde zum neuen Oberführer gewählt und Heinrich Dillmann durch einstimmigen Beschluß zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Bekräftigt wurde diese Wahl mit einem "dreifachen Gut Schlauch".

Auch die Gemeindevertretung ehrte Heinrich Dillmann für seine über 25jährige Arbeit an der Spitze der Wehr, die sich nicht zuletzt durch seine Arbeit so erfolgreich entwickelt hatte. Im folgenden Jahr beschloß die Wehr ihr 25jähriges Stiftungsfest zu feiern. Aus diesem Anlaß sollte eine Standarte angeschafft werden, was allerdings ein ernstes Problem mit sich brachte. Das Protokollbuch berichtet: "Durch die Inflationszeit ging auch unsere Kasse zu Grunde und so stand die Wehr ohne einen Pfennig Geld da" (vgl. Protokollbuch 1897- 1965 - 20.07.1924).

Der Entschluß, mit einer Sammelliste die Rhenser Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung zu bitten, erbrachte ein beeindruckendes Ergebnis. Die für die damalige Zeit stattliche Summe von 427,10 Mark war mehr als nur ausreichend, um den Wunsch nach einer eigenen Standarte erfüllen zu können. Auch bei der Standartenweihe und dem Stiftungsfest, die am 6. September gefeiert wurden, zeigten die Rhenser durch ihre rege Beteiligung ihre Dankbarkeit für die gefahrvolle Arbeit der Wehrleute.

Mit der Unterstützung von 22 auswärtigen Wehren und den vielfältigen Vorträgen und Ehrengaben der Vereine, wurde dieses Fest zu einem vollen Erfolg. Wenig erfreulich war dagegen der Anlaß für die nächste Generalversammlung am 27. September des gleichen Jahres. Heinrich Daumen, erst vor 1 1/2 Jahren zum Oberführer gewählt, war überraschend verstorben. Eine vorzeitige Neuwahl des Vorstandes wurde notwendig. Josef Dillmann fand das Vertrauen der Versammlung und führte die Wehr durch die folgenden ereignisreichen Jahre.

Für ihren Einsatz beim Großbrand im Anwesen des Kaufmanns Pollmann in der Hochstraße am 25. Februar 1926 erhielt die Wehr sehr viel Lob. Aber auch die Nachbarschaftshilfe kam nie zu kurz. Am 7. Mai des gleichen Jahres leistete die Wehr beispielsweise den Kameraden aus Brey tatkräftige Hilfe bei einem Großbrand in dem landwirtschaftlichen Betrieb von Friedrich Weingart. Im gleichen Jahr wurde die Rhenser Wehr, die mittlerweile als eine der besten im ganzen Kreis galt, besonders ausgezeichnet.

Am 5. September 1926 wurde Rhens zum Gründungsort des Kreisfeuerwehr- Verbandes Coblenz- Land. Auch das zu diesem Anlaß organisierte Fest stand im Schatten und der akuten Geldknappheit. Dennoch sahen es die Rhenser Kameraden als ihre Pflicht an, "... den eingeladenen Wehren etwas zu bieten" (vgl. Protokollbuch 1897- 1965 - 05.09.1926).

Die Gründungsveranstaltung verlief zur Zufriedenheit aller Beteiligten. Nur in der Kasse der Rhenser Wehr fand sich ein weiteres Loch. Um die schlechte Finanzlage zu verbessern, nahm der Vorstand die Anregung verschiedener Bürger an und entschloß sich, Ehrenmitglieder in die Wehr aufzunehmen. Diese inaktiven Mitglieder unterstützten die Wehr finanziell durch ihre Beiträge und Spenden.

Am 8. März stand der Wehr wieder eine Feuerprobe bevor. Im Hinterhaus des historischen Gasthauses "Zum Vater Rhein" war ein Feuer ausgebrochen. Der Schriftführer der Wehr schildert eindrucksvoll den Verlauf des Einsatzes. "In wenigen Minuten war die Wehr an der Brandstelle erschienen und greift den, in den alten Gebäulichkeiten reichlich Nahrung findenden Feuerherd mit vier Schlauchleitungen an.

Auch unsere Nachbarwehr Kapellen- Stolzenfels ließ es sich nicht nehmen und kam zur Hilfe. "...Mit Anstrengung aller Kräfte war es nun möglich, der starken Feuergewalt Herr zu werden" (vgl. Protokollbuch 1897- 1965 - 08.03.1927). Aber trotz aller Vorsichtsmaßnahmen brach das Feuer am nächsten Tag erneut in dem Nachbargebäude des Bäckermeisters Jakob Hörter aus.

Durch die ungünstigen Windverhältnisse drohte auch das benachbarte Fachwerkhaus von Anton Altenhofen ein Opfer der Flammen zu werden. Nur "... der guten Leistung und dem tatkräftigen Eingreifen der Wehr ist es zu verdanken, daß das Feuer nicht weiter um sich greifen konnte" (vgl. Protokollbuch 1897- 1965 - Anlage z. Protokoll vom 08.03.1927). Die Fotos, die die zahlreichen Pressevertreter von der Brandstelle gemacht hatten, zeigten deutlich, welche Ausmaße dieses Großfeuer gehabt hatte.

Für ihre überzeugende Leistung erhielt die Wehr viel Lob und Anerkennung. Derartige Einsätze erforderten von der Mannschaft der Wehr Höchstleistungen. Aber auch die Ausrüstung wurde immer wieder bis an die Grenze ihrer Belastbarkeit beansprucht. Die notwendigen Anschaffungen wurden Ende der 20er Jahre zu einem immer größeren Problem. Aus diesem Grund stellte die Feuerwehr bei der Gemeindeverwaltung den Antrag, "... daß der alt hergebrachte Gebrauch, daß derjenige welcher heiratet Mk: 4,- für einen Brandeimer gegeben hat, wieder ins Leben gerufen werde; dieser Fonds soll zur Beschaffung von Geräten und Ausrüstungsstücken dienen" (vgl. Protokollbuch 1897- 1965 - 06.01.1928).

1928 stand erneut ein Wechsel an der Spitze der Wehr an. Josef Dillmann mußte sein Amt aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig niederlegen. Am 1. April wurde Wilhelm Schüller zum neuen Oberführer gewählt.

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